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PRESSEBERICHTE ZUM THEMA QUERSCHNITTSLÄHMUNG NACH SPRITZE
- Wenn man nach der OP querschnittsgelähmt ist
- Unter Ärzten herrschen „mafiöse Verhältnisse“
- Glückspost vom 30.10.2012 - Ich habe geträumt, dass ich wieder gehen kann
- Bild der Frau vom 26.10.2012 - Ein Wunder! Ich kann wieder laufen
- Neue Post vom 26.09.2012 -
- "ICH SOLLTE NUR EINE SPRITZE BEKOMMEN - JETZT BIN ICH GELÄHMT"
- NACH SPRITZE IM ROLLSTUHL
- ÄRZTEPFUSCH? NACH SPRITZE IM ROLLSTUHL
DieWelt.de vom 10.04.2013 - Wenn man nach der OP querschnittsgelähmt ist
Sinnlose OPs, Fehldiagnosen, gewinnorientierte Ärzte: Das Image des Gesundheitswesens leidet. Sandra Maischberger suchte im Talk mit Wolfgang Bosbach und einer Anwältin nach einem guten Arzt.
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Sandra Maischberger diskutierte mit ihren Gästen zum Thema "Der ausgelieferte Patient: Wie finde ich den richtigen Arzt?" Wird in Deutschland zu viel operiert? Kommen zu viele Patienten unters Messer, denen eine viel weniger drastische Therapie, etwa Krankengymnastik, eigentlich besser helfen würde? Die aktuellen Zahlen, die die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gerade vorgelegt hat, stützen diese These. Nur in Österreich werden Patienten häufiger im Krankenhaus behandelt als bei uns. 240 Klinikaufenthalte pro 1000 Einwohner zählte die Organisation für Deutschland, in Österreich waren es 261. Der OECD-Durchschnitt liegt bei 155 Klinikaufenthalten. Über die Frage nach Sinn oder Unsinn dieser ausgesprochen vielen Behandlungen wollte Sandra Maischberger in ihrer Talkshow diskutieren. Und darüber, wie man einen guten Arzt findet, der wirklich an der Gesundheit seiner Patienten und nicht nur am Profit interessiert ist. Doch bevor es in der Diskussion zur Sache ging, bot Maischberger erst einmal verschiedenen Patienten die Gelegenheit, von ihren persönlichen Krankengeschichten und Schicksalen zu berichten. Sabrina Diehl, Da erzählte die "Tagesschau"-Moderatorin Susanne Holst, selbst eine ausgebildete Ärztin, von einer rheumatischen Erkrankung und der sich stetig steigernden Unsicherheit, die sie quälte, weil keiner der behandelnden Ärzte eine Ursache für ihr Leiden finden konnte. Der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach war im vergangenen Monat bei einer Parteiversammlung zusammengebrochen, weil sein Defibrillator, der ihn vor plötzlichem Herzversagen schützen soll, einen technischen Defekt hatte. Bosbach ist außerdem unheilbar an Prostatakrebs erkrankt. Damit geht er erstaunlich offen um. "Warum soll ich jammern, ich habe ein sehr gutes Leben", sagte er in der Sendung. Und er fügte hinzu, dass er mit seinen Ärzten bislang noch keine schlechten Erfahrungen gemacht habe. Ganz anders ging es Andrea Dittrich, die mit akuten Magenschmerzen in die Klinik kam. Eine Ursache für ihr Leiden konnten die Ärzte über Wochen nicht feststellen. Erst nach einer missglückten Biopsie und einer Notoperation war klar, dass sie an einem Darmverschluss erkrankt war. Die tragische Folge von Ärztefehlern: Nach der Operation war Dittrich partiell querschnittsgelähmt, musste in den Rollstuhl. Sie klagt heute gegen die Klinik, kam auch gemeinsam mit ihrer Anwältin in die Talkshow. Opfer einer Falschbehandlung war auch Petra Rädlinger. Sie wurde wegen eines Bandscheibenvorfalls operiert, den es gar nicht gab. Aus ihrer eigenen Krankenakte erfuhr Rädlinger im Nachhinein von dieser unnötigen Behandlung. Ihre Schmerzen haben nach der OP drastisch zugenommen. "Ich will endlich wieder schmerzfrei laufen können", sagte sie. "Eine Form von Körperverletzung" Diese Krankheitsgeschichten sind allesamt erschütternd und bedauerlich – haben allerdings auch verhindert, dass in Maischbergers Sendung wirklich über das Thema diskutiert wurde. Erst kurz vor Schluss kam überhaupt eine Debatte in Gang. Die führten vor allem der Ärztevertreter Arno Theilmeier und der Wissenschaftsjournalist Frank Wittig, der vor Kurzem ein Buch mit dem provokativen Titel "Die weiße Mafia" veröffentlicht hat. Wittigs These: Die meisten Ärzte sorgen sich heute weniger um die Leiden ihrer Patienten als um den eigenen Geldbeutel. Eingriffe, die medizinisch nicht notwendig sind, bezeichnet er als "eine Form von Körperverletzung". "In Deutschlands Ärzteschaft herrschen mafiöse Verhältnisse", fasste er zusammen. Diesem Generalverdacht widersprach der Arzt Theilmeier vehement. Kriminelle Machenschaften schloss er zwar nicht aus, doch dem Gros der Ärzte stellte Theilmeier ein positives Zeugnis aus. Er bestritt auch, dass zu viele sinnlose Operationen durchgeführt werden – schließlich werden alle Behandlungen und Diagnosen in deutschen Krankenhäusern im Nachhinein noch einmal streng kontrolliert. Deutschland bei Knie-OPs an der Spitze Einig waren sich Theilmeier und Wittig in einigen Punkten trotzdem. So bestätigten beide, dass es in Deutschland eine Überversorgung mit Ärzten und Krankenhäusern gibt. Und die führt dazu, dass eben oft doch vor allem die Behandlungen durchgeführt werden, die den Häusern Geld bringen. Die enorme Anzahl von Knieoperationen etwa (hier liegt Deutschland laut OECD-Bericht einsam an der Spitze) halten beide für falsch. An Punkten wie diesen hätte die Diskussion richtig spannend werden können – wenn die Zeit dafür gereicht hätte. Und wie findet man nun den richtigen Arzt? Der Journalist Frank Wittig hat zwei Tipps: Skeptisch werden sollte man auf jeden Fall, wenn Ärzte allzu sehr wie bei einem Verkaufsgespräch auftreten. Und bevor man sich wirklich operieren lässt, sollte man unbedingt noch eine zweite Diagnose einholen. Die zahlt sogar die Krankenkasse. |
Bild.de vom 10.04.2013 - Unter Ärzten herrschen „mafiöse Verhältnisse“
Operationen ohne Grund: Sind Patienten ihren Ärzten ausgeliefert?
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Ganz Deutschland sitzt regelmäßig im Wartezimmer. Rund 17 Mal im Jahr geht der Durchschnittsbürger hierzulande zum Arzt. Bei den Operationen ist Deutschland gar Vizeweltmeister. Das Vergütungssystem belohnt Leistung – wer mehr operiert, der verdient auch mehr. Aber führt das etwa zu medizinisch unnötigen aber ökonomisch gewollten Operationen an ahnungslosen Patienten? Bei Sandra Maischberger erzählen Patienten am Dienstagabend von ihren persönlichen Erlebnissen zum Thema: „Der ausgelieferte Patient: Wie finde ich den richtigen Arzt?“ Die Talkrunde Die Tagesschaumoderatorin und Ärztin, Dr. Susanne Holst, der Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach (CDU), der Facharzt für innere Medizin, Dr. Arno Theilmeier, der Wissenschaftsjournalist und Buchautor („Die weiße Mafia“), Frank Wittig, die Rechtsanwältin, Sabrina Diehl sowie die von Ärztepfusch betroffenen Andrea Dittrich und Petra Rädlinger. Der Ärzte-Talk Mit der Reform des Gesundheitswesens innerhalb der letzten zehn Jahre hat sich vor allem eines geändert: Gab es zuvor von den Krankenkassen Geld für Liegezeiten, wird jetzt ausschließlich nach erbrachter Leistung abgerechnet. Er redet von „mafiösen Verhältnissen“ und einem Rekord an Überweisungen an weitere Fachärzte (sechs von zehn Patienten), der dazu führe, dass „auf jeden Fall irgendetwas gefunden wird“. Tapferer Bosbach, verzweifelte Horst Die Erfahrungen der Gäste von Sandra Maischberger zu dem Thema könnten unterschiedlicher nicht sein. CDU-Bundestagsmitglied Wolfgang Bosbach sagt „ich würde es Ärzten niemals vorwerfen, dass sie unterschiedliche Therapiewege vorschlagen. Am Ende entscheide ich selbst.“ Doch bei bei ARD-Talkmasterin Maischberger sitzt Bosbach urlaubsgebräunt und gutgelaunt: „Ich habe ein tolles Leben und tolle Kinder, warum soll ich jammern?“ Weniger positiv sind die Erfahrungen von Ärztin und Tagesschaumoderatorin Susanne Holst mit ihrem Berufsstand. Wahrscheinlich war es eine verschleppte Borelliose, ausgelöst durch einen Zeckenbiss, die bei ihr starke rheumatische Schmerzen auslöste. Unnötig operiert, die Gesundheit verpfuscht Unter Maischbergers Gästen sind am Dienstagabend auch zwei Opfer von Ärztepfusch. „Rund 12 000 Euro erhält das Krankenhaus für so eine Operation“, sagt Wissenschaftsjournalist Wittig. Sandra Maischberger will von Facharzt Theilmeier wissen: „Würden Sie ausschließen, dass Patienten in Deutschland ohne medizinischen Grund operiert werden?“ Wie kann man sich als Patient vor Sinnlos-OPs schützen? Theilmeier rät zu Wachsamkeit. Wenn der Arzt voreilig eine Operation anordnet, „holen Sie sich eine zweite Meinung bei einem anderen Arzt ein“. Die Krankenkassen würden das unterstützen. Klartext Mündige Patienten müssen den Mund aufmachen. Mit der harten These des „ausgelieferten Patienten“ ging Sandra Maischberger in diese Talkrunde. |
Glückspost vom 30.10.2012 - Ich habe geträumt, dass ich wieder gehen kann
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Sanft lehnt sich Andrea Dittrich aus dem deutschen Haltern an ihren Mann Reinhard (48). Sie steht noch etwas unsicher, aber sie steht. «Auf meinen eigenen Beinen», sagt die dreifache Mutter stolz. Andrea Dittrich ist erst 42 Jahre alt. Doch für sie beginnt bereits ihr drittes Leben, wie sie erzählt. Ihr erstes Leben endete im Januar 2009 mit einem Eingriff im Spital. Ihr Bauch war plötzlich geschwollen, schmerzte stark. «Ich hatte innere Blutungen, einen Darmverschluss», sagt sie. Eine Notoperation sollte Andrea retten. Der Eingriff wurde zum Beginn eines Albtraums: «Als ich aus der Narkose erwachte, war ich vom Bauch an abwärts gelähmt. »Die Ärzte suchten nach der Ursache. Doch sie fanden nichts, unterstellten ihr sogar, sie würde sich die Lähmung einbilden. Andrea Dittrich war fassungslos. «Ich habe mich doch nicht freiwillig in den Rollstuhl gesetzt oder mich zur Toilette tragen lassen », klagt sie. Schlimmen Pfusch vermutet Patientenanwalt Stefan Hermann (46), der Andrea vertritt. «Meine Mandantin wurde eindeutig durch eine fehlerhafte Operation geschädigt», sagt er − und fordert Schmerzensgeld. Einzig die Unterstützung ihrer Familie bewahrte Andrea in diesem schweren Lebensabschnitt davor aufzugeben. Reinhard Dittrich: «Wir trösteten meine Frau, machten ihr Mut und bauten das Haus für sie um.» Andreas heimliche Hoffnung: «Ich habe geträumt, dass ich wieder gehen kann.»Doch sonst glaubte niemand mehr an eine Heilung. Da geschah das Unfassbare. «Weil meine Narbe zu brechen drohte, wurde ich 2011 erneut operiert», erzählt Andrea Dittrich. «Diesmal spürte ich im Aufwachraum Bauchschmerzen. Aber das konnte nicht sein!» Langsam versuchte sie, die Zehen zu bewegen. Ja, es gelang! «Die Lähmung war weg.» Sie konnte ihr Glück kaum fassen. Zufällig hatte die Operation die geschädigten Nervenbahnen verbunden, erklären Ärzte das Phänomen. Endlich war Andrea Dittrichs Traum in Erfüllung gegangen. Erst auf Krücken, dann gestützt von ihren Liebsten, seit einigen Wochen ohne Hilfe. «Und ich weiss», sagt sie lächelnd, «mein drittes Leben wird mein schönstes!» |
Bild der Frau vom 26.10.2012 - Ein Wunder! Ich kann wieder laufen
Andrea (42) saß zwei Jahre im Rollstuhl
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Die Ärzte hatten sie abgeschrieben - keine Chance auf eine Heilung. Doch sie täuschten sich… |
Neue Post vom 26.09.2012 - "Ich habe geträumt, dass ich wieder laufen kann"
Nach einer Darm-OP saß die Mutter im Rollstuhl. Ärzte glaubten nicht an Heilung. Bis das Wunder geschah
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Sanft lehnt sich Andrea Dittrich aus Haltern (Nordrhein-Westfalen) an ihren Mann Reinhard (48). Sie steht noch etwas unsicher. Aber sie steht. "Auf meinen eigenen Beinen", sagt die dreifache Mutter stolz. Schlimmen Pfusch vermutet Patientenanwalt Stefan Hermann (46), der die dreifache Mutter vertritt. "Meine Mandantin wurde eindeutig durch eine fehlerhafte Operation geschädigt", sagt er - und fordert Schmerzensgeld. Einzig die Unterstützung ihrer Familie bewahrte Andrea in diesem schweren Lebensabschnitt davor, aufzugeben. Reinhard Dittrich, von Beruf Polizist: "Wir trösteten meine Frau, machten ihr Mut und bauten das Haus für sie um." Andreas heimliche Hoffnung: "Ich habe geträumt, dass ich wieder laufen kann. Doch sonst glaubte niemand mehr an eine Heilung. Da geschah das Unfassbare: "Weil meine Narbe zu brechen drohte, wurde ich 2011 erneut operiert", erzählt Andrea Dittrich. "Diesmal spürte ich im Aufwachraum Bauchschmerzen. Aber das konnte nicht sein!" Langsam versuchte sie, die Zehen zu bewegen - ja, es gelang! "Die Lähmung war weg", konnte sie ihr Glück nicht fassen. Zufällig hatte die Operation die geschädigten Nervenbahnen verbunden, erklären Ärzte das Phänomen. Endlich war Andrea Dittrichs Traum in Erfüllung gegangen. Erst auf Krücken, dann gestützt von ihren Liebsten, seit einigen Wochen ohne Hilfe: "Und ich weiß", lächelt die 42-Jährige, "mein drittes Leben wird mein schönstes!" |
Auf einen Blick v. 25.03.2010 - "Ich sollte nur eine Spritze bekommen - jetzt bin ich gelähmt"
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Ich sollte nur eine Spritze bekommen – jetzt bin ich gelähmt |
Marl Aktuell vom 20.02.2010 - Nach Spritze im Rollstuhl
Haltern. Wenn Andrea D. an die letzte Woche zurückdenkt, dann ist sie nur noch traurig. Die lebenslustige Frau ist von allen Aktivitäten ausgeschlossen. Sie ist von der Hüfte an querschnittsgelähmt und sitzt im Rollstuhl, seit sie in einem Krankenhaus im Kreis eine Betäubungsspritze erhielt.
Ihr Leben wurde von einem Moment auf den anderen Moment auf den Kopf gestellt. „Ich hatte zehn Kilogramm abgenommen und ständig Bauchschmerzen. Im Krankenhaus wurde ich aber erst gar nicht behandelt. Und dann falsch“, beklagt die Halternerin.
Nach einer misslungenen Leberbiopsie musste sie notoperiert werden, erst hier wurde ein Darmverschluss festgestellt. Zu diesem Zeitpunkt lag sie bereits drei Wochen im Krankenhaus. Um den Darm wieder in Schwung zu bringen, setzten die Ärzte eine Betäubung, eine Periduralanästhesie (PDA). Seit dem sitzt sie im Rollstuhl.
„Die PDA war überflüssig, jedenfalls falsch gesetzt“, meint der Marler Arzthaftungsexperte Stefan Hermann, der jetzt Klage eingereicht hat. Das Gericht hat in einem ersten Schritt einen Schaden von rund 600.000 Euro bestätigt (LG Essen 1 O 179/09). Ob dieser auf einen Behandlungsfehler zurückzuführen ist, soll jetzt ein Sachverständiger prüfen.
Verärgert sind Patientenanwalt und Patientin über die Reaktion des Krankenhauses: „Obwohl die Querschnittslähmung durch unabhängige Ärzte eindeutig bescheinigt wurde, wird behauptet, meine Mandantin könne wieder aufstehen und laufen, sie es nur wolle. Das ist unfassbar!“, entrüstet sich Stefan Hermann.
Glücksrevue vom 12.08.2009 - „Unfähige Mediziner haben mein Leben zerstört!“
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Andrea D. liebte das Leben, war immer in Bewegung. Heute ist die 39-Jährige ohne den Beistand ihrer Mutter völlig hilflos. |
Bildzeitung (NRW) vom 26.06.2009 - Ärztepfusch? Nach Spritze im Rollstuhl
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Jetzt verklagt sie die Klink auf 1 Mio Euro Haltern - Wird diese Frau je wieder gehen können? Andrea D. (39), Mutter zweier Kinder stand fest im Leben, managte ihre Familie, den Haushalt, fuhr Motorrad, joggte. Doch dann kam der 28. Dezember 2008. An diesem Tag ging sie mit Magenschmerzen ins Krankenhaus und wurde später im Rollstuhl wieder entlassen. Jetzt verklagt sie die Klinik auf knapp eine Million Euro. Andrea D.: "Man hat mich zwei Wochen lang im Krankenhaus nicht ernstgenommen. Mein Bauch wurde immer dicker, die Schmerzen unerträglich. Ich wäre fast geplatzt, aber die Ärzte wussten nicht, was los war. Die haben mein Leben verpfuscht. Ich hatte große Angst vor dem Tod." Nach einer Leberuntersuchung ging es Andrea immer schlechter. Als die Blutwerte in den Keller gingen, entschlossen sich die Ärzte zur Not-OP am Bauch: Darmverschluss! Die Patientin:"Das ausgetretene Blut hätte mich fast vergiftet." Der medizinische Albtraum war aber noch nicht zu Ende. Um den Darmtrakt wieder in Ganz zu bringen, bekam Andrea D. eine Rückenmarks-Spritze. Seitdem kann sie nicht mehr laufen. "Ich fühle mich wie im Gefängnis, werde verrückt im Rollstuhl. Ich mag auch meinen Körper nicht mehr, aber aufgeben? Nein!" Ihr Ehemann Reinhard (45):"Wir haben das Schlafzimmer nach unten verlegt, eine Rampe in den Garten gebaut." Patientenanwalt Stfan Hermann (43, Marl): "Meine Mandantin wurde im Krankenhaus als Simulantin abgestempelt. Wir klagen auf exakt 993 700 Euro Schmerzensgeld und Folgekosten." Der ärztliche Direktor der Klinik: "Zwei Monate haben wir uns mit der Patientin beschäftigt. Dieser Fall ist ein ganz normaler Rechsstreit." |














